E R G E B N I S S E
Stockacher Stadtlauf 2002

Spannende Laufentscheidungen, eingebunden in eine stimmungsvolle Altstadtatmosphäre mit Guggenmusik und Kletterturm vor dem Bürgerhaus Adler Post - das neue Konzept des Stockacher Altstadtlaufes hat gepunktet. Über 170 Läufer und 50 Schulstaffeln gingen am Samstag an den Start. Nach einem grandiosen Rennen im Hauptlauf bejubelten die Zuschauer Gerhard Schneble vom TV Gailingen als ersten im Ziel, eine halbe Minute später erst folgte Timo Ganzmann, dicht gefolgt vom Stockacher Frank Karotsch.
Die neue Streckenführung durch die Oberstadt erlaubte den Zuschauern, den Rennverlauf nahe zu verfolgen. Denn dreimal in jeder der sechs Runden konnten sie die Läufer vom Start- Zielgelände vor dem Bürgerhaus aus sehen und anfeuern. Toll für die Sportler: "Die vielen Zuschauer - das war sehr motivierend", meinte selbst ein so erfahrener Läufer wie Gerhard Schneble. Schneble, der beim Hamburg-Marathon drittbester Deutscher geworden war, bereitete sich höchst konzentriert auf das Rennen vor. Denn mit Timo Ganzmann war einer der besten deutschen 10 000-Meter-Läufer mit am Start - und natürlich war es in früheren Stockacher Läufen (zum Beispiel 2000) auch Frank Karotsch immer wieder gelungen, Schneble hinter sich zu lassen. Diesmal konnte Karotsch nur in den ersten beiden Runden an den beiden Spitzenläufern dran bleiben. Nach der dritten der sechs Runden musste dann auch Ganzmann, der zur Zeit in seiner Lehrerprüfung steckt, Schneble davon ziehen lassen. Bei den Frauen kam es erst auf den letzten hundert Metern zur Entscheidung, bei der sich die für Konstanz startende Ulrike Ott-Beck vor Kathrin Hockenjos (Radolfzell) und Brigitte Gyr Schweiz) setzen konnte.
"Die Strecke mit ihren vielen Ecken ist für die Spitzenläufer schwieriger geworden, die immer wieder vom Tempo runtermüssen," resümierte Karotsch, der für die Organisation verantwortlich zeichnet. Andererseits erlaube die Strecke jetzt den Läufern einen viel bessern Überblick. Drei Mal kommt es in einer Runde zu Begegnungen. Karotsch möchte bei dieser Streckenführung bleiben: "Es ist für Läufer und Zuschauer ein attraktiverer Kurs als zuvor."
Spannend ging es bei den Entscheidungen unter den gesamt 50 Schulstaffeln zu. Die meisten Staffeln (23) gingen in der Klasse 4 an den Start. Und die Jungen war mit gesamt 34 Staffeln deutlich stärker vertreten.
Sehr positiv urteilten die Teilnehmer auch über die Nutzung des Bürgerhauses. Anmeldung, Siegerehrung, Organisation, Siegerehrung und Verpflegung - alles lag dicht nebeneinander. Und da, seit 14 Jahren (!), beim Altstadtlauf Regen einsetzte, blieben Sportler wie Zuschauer gerne im großen Saal des Bürgerhauses, in dem die Siegerehrung stattfand, sitzen.
"Natürlich gibt es auch noch einiges zu verbessern", gestand Karotsch ein. Zum Beispiel sollen die Staffelläufer auf ihre Siegerehrung nicht mehr bis 20.00 Uhr warten müssen. "Wir wurden von der Zahl der Anmeldungen überrascht", so Karotsch.